Die Krisenagenda


Seit einigen Jahren beobachten wir trotz aller statistischen Kosmetik, dass die Anzahl der Menschen, die sich nicht selbst durch eigene Arbeit oder sonstige Ressourcen versorgen können, kontinuierlich wächst. Gleichzeitig erleben wir mit der Agenda 2010 einen zuvor wohl kaum im Nachkriegsdeutschland für möglich gehaltenen Grad an Entmündigung, Kontrolle und Gängelei unbescholtener Bürger.

All das wird begründet damit, dass es keine Alternative gebe. Doch die de facto Abschaffung der Grundrechte ist ein Skandal. Was viele der noch in Lohn und Brot stehenden Bürger nicht verstehen, wenn sie sich von Arbeitslosen abgrenzen und noch mehr Härte gegen sie fordern: Es betrifft uns alle. Jeder kann betroffen sein im Laufe seines Lebens. Denn die Gewährung von Grundrechten wird an Bedingungen geknüpft und damit sind es keine Grundrechte mehr.

Nun spitzt die Lage sich zu: Infolge der globalen Finanzkrise ist mit einem rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen, also mit einer Zunahme an Menschen, die auf staatliche Hilfe angewiesen sein werden.

Alternativlos? Oder gibt es Zusammenhänge? Und was bedeutet das für die Gesellschaft?

 

 

 

Wo stehen wir heute? Von Armut und Abhängigkeit.

 

Etwa 7,5 Mio Leistungsempfänger nach Hartz4 gibt es im Lande. Davon sind nur etwa 3,5 Mio. tatsächlich als “arbeitslos” gemeldet. Der Rest ist irgendwo aus der Statistik geparkt oder er kann von seinem Job aufgrund des Lohndumpings nicht leben.

 

Im Folgenden wollen wir gar nicht differenzieren zwischen denen, die arbeiten und denen, die es nicht tun, und unter diesen letztgenannten auch nicht zwischen jenen, die “arbeitswillig” genug sind, jeden Mist mitzumachen und jenen, die das nicht sind. Es ist müßig, auf diese “Teile und Herrsche”-Spielchen einzugehen. Man sieht vor Bäumen den Wald nicht. Den Wald sieht man mit Abstand.

 

Wir haben also rund 7,5 Mio. Menschen im Lande, die staatlich unterstützt werden müssen, weil der “Freie Markt” ihre Arbeit gar nicht oder (angeblich) nur zu Dumpinglohn haben will und die selbst nicht genug Mittel zum Überleben besitzen.

[Übrigens werden alle diese Menschen gleichermaßen durch Verfolgungsbetreuung gepiesackt. Das Amt differenziert also auch nicht zwischen Arbeitslosen und Vollzeitarbeitern. So können auch wir ruhigen Gewissens darauf verzichten.]

 

Ebenfalls zu erwähnen sind all die Menschen, die momentan keine Unterstützung beziehen, obwohl sie zum finanziellen Prekariat zählen und sich aus unterschiedlichen Gründen vom Amt fernhalten. Aber es ist klar, dass sie potentiell auch zum Betroffenenkreis staatlicher Abhängigkeit zählen, wenn die Zeiten nur ein wenig schlechter werden, da sie keinerlei Reserven bilden können.

 

 

 

Die Politik schwadroniert weiter gebetsmühlenartig von möglicher Vollbeschäftigung, und arbeitet zugleich fleißig daran, die Grenze zwischen reiner “Beschäftigung” und bezahlter Lohnarbeit nicht nur sprachlich zu verwischen. Von “Beruf” im Sinne einer sinnstiftenden und anständig entlohnten Tätigkeit redet schon kaum jemand mehr. Das Wort, das stattdessen für alles herhalten muss, ist der Anglizismus “Job”.

So lernen wir, dass jedwede Beschäftigung, und sei sie auch noch so dumm und unbezahlt, gut sei. Doch, wenn man die “Arbeit” zum Selbstzweck verklärt, ja, ihre therapeutische Wirkung preist, so versucht man den eigentlich selbstverständlichen Anspruch auf ausgleichende Bezahlung auszuhebeln. Die Kategorien “Arbeit” und “Lohn” werden somit im Bewusstsein getrennt.

So hört man allerorten die Sorge um die “Arbeitsfähigkeit” der Kandidaten und preist die Büttel des Amtes gar als selbstlose Helfer in der Not. Denn der Mensch an sich benötige unbedingt eine fremdbestimmte Tagesstruktur, sonst wisse er nichts mit sich anzufangen und werde depressiv. Da muss man doch helfen!

[Selbstverständlich gilt das aber nur für die niederen Klassen: Haben wir schon einmal die Sorge um das Seelenheil eines reichen Müßiggängers vernommen, der es verlernt habe, morgens aufzustehen und sich eine Tagesstruktur zu geben? Nein? Armer Mann!]

 

 

Einzelne, zu diskreditierende Politiker würden am liebsten den Bedürftigen nur noch Gutscheine ausstellen und vielleicht gibt es auch schon Überlegungen, die Betroffenen aus Gründen der Sicherheit und zur Erhöhung der Arbeitsmotivation in Sammelunterkünfte zu sperren. Dass es soweit kommen könnte, ist die logische Konsequenz jetziger Agendapolitik, die ganz auf Entmündigung und Almosengewährung gegen Dienstbarkeit setzt. Währendessen spielen die Medien das “Teile und Herrsche”-Spielchen fleißig weiter.

 

 

Nun könnten wir uns auf diese Diskussion einschießen und all unsere guten und besseren Argumente zum Besten geben und uns vielleicht ein wenig wundern über die Dummheit und/oder Weltfremde jener abgehobenen Kaste, die immer noch an Vollbeschäftigung zu glauben vorgibt und dass jeder auch heute noch seines persönlichen Glückes Schmied sei.

 

 

Doch gehen wir davon aus, keiner von denen redet unüberlegt!

 

- So ist der Glaube an Vollbeschäftigung natürlich Staatsraison im Agendastaat. Nur, wenn das Ideal am Horizont leuchtet, kann man das Versagen individualisiert auf die Fallengelassenen abwälzen. Ein Eingeständnis der Unerreichbarkeit brächte die Fundamente dieser Politik ins Wanken.

 

- Auch gibt es in der Tat immer noch Leute, die auch heute noch ein ansehnliches Glück selbst zu schmieden verstehen, aber es geht hier um das Gesamtbild der Gesellschaft. Und da ist das die Ausnahme und nicht die Regel. Dadurch, dass einzelne sich aus der Scheiße emporarbeiten, wird die Scheiße nicht weniger.

 

 

Der Arbeits”markt” gleicht also der “Reise nach Jerusalem”. Nur wird bei jeder Runde ein Stuhl wegrationalisiert und das Tempo der Musik erhöht. Das gibt ein feines Hauen und Stechen um die letzten Stühle.

Jene, die das Rennen aufgeben und selbst nach Holz suchen, um sich einen eigenen Stuhl zu bauen, werden nicht mehr fündig oder müssen es teuer bezahlen.

 

 

 

 

Von der Freiwilligkeit

 

Und weil der Mensch ein Mensch ist…!

 

Das Kapital* verweigert eine bedarfsdeckende Bezahlung und stellt nicht genug Arbeitsplätze zur Erwerbsarbeit bereit, hat aber zugleich alle in grauer Vorzeit einmal freien Produktionsmittel für sich vereinnahmt. Wir stehen in der Wüste.

Der Staat springt also ein und zahlt eine elendige Notration und verlangt Frondienste und totale Kontrolle.

 

Schon bemerkt? Auf diese Art schaffen Kapital und Politik in wundersamer Einigkeit ein Heer von ökonomisch auf Gedeih und Verderb Abhängigen.

 

Wenn ein Heer von Arbeitslosen vor der Türe steht, so gibt es nur noch bei einigen wenigen hochqualifizierten Kaderfunktionen eine gute Verhandlungsposition für den Bewerber, wenn es um die Entlohnung geht. Alle anderen geraten unweigerlich in den Armutsstrudel.

Deshalb ist auch niemand der Verantwortlichen wirklich an einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit interessiert - zumindest nicht, solange Arbeiter Mitsprache bei der Entlohnung haben könnten.

 

 

Denn kann man das Angebot ablehnen, wenn man nicht über genug eigene Reserven verfügt? Das ist die stete Frage der “Freiwilligkeit”, die bei all den Repressionen mitschwingt und die nicht gestellt oder gar diskutiert wird, denn dann würde das ganze Zwangssystem zusammenkrachen. Nein, niemand wird gezwungen.

“Freie Menschen” also unterschreiben reihenweise “Eingliederungsvereinbarungen”, die ihnen diverse Freiheiten nehmen.

 

 

Können wir “Nein” sagen? Zu welchem Preis?

 

Ist ein Leben ohne Geld möglich? Nun will ich nicht jene Menschen diskutieren, die aus Prinzip kein Geld nutzen. Das ist sehr löblich, aber nicht für 7 Mio. Menschen denkbar. Und gewiss ist das auch kein Ziel der gesellschaftspolitischen Agenda der Macht.

Andere Länder ganz ohne Sozialsystem zeigen uns, was die gesellschaftlichen Folgen sind: Slumbildung, Kriminalität und extreme Armut mit all ihren Begleiterscheinungen. Ganz bestimmt wollen das auch unsere “Eliten” nicht, allein schon wegen der Verschandelung des Stadtbildes.

 

Nein, es ist schon so gedacht, dass das kaum jemand ablehnen kann! Zumindest nicht in einem derart auf Geld fixierten Land wie dem unserigen.

[Es gibt ja auch Länder, wo es wärmer ist, wo es Großfamilien und Landwirtschaftliche Kleinbetriebe gibt, wo der individuelle Geldbesitz nicht so existentiell ist, um ein einigermaßen dem Landesniveau entsprechendes Leben zu führen - wo also noch Überlebenssysteme jenseits des Geldsystems existieren.].

Selbstverständlich steht es uns auch frei, das Land zu verlassen, das wollen wir nicht verschweigen. Doch wird der deutsche Wirtschaftsflüchtling in der Regel eine Ausnahme bleiben.

Und vergessen wir nicht: Die Agenda ist global.

 

 

Glücklich also, der ein “Freier Herr” ist (da bekommen alte Adelstitel auch wieder eine Bedeutung)! Frei ist, wer die Möglichkeit hat, sich gegen solcherlei Zumutungen Kraft eines eigenen mehr oder weniger großen Vermögens zu erwehren, weil er nicht auf die gar nicht so milden Gaben angewiesen ist, die es ohne Gegenleistung nicht gibt. Oder, in der heutigen Zeit bedeutet das auch, einer anständig bezahlten Erwerbsarbeit nachzugehen, in der man sich wohlfühlt im allerweitesten Sinne.

 

 

[In diesem Zusammenhang ist das “bedingungslose Grundeinkommen” zu erwähnen, denn, sofern es eine gewisse Höhe hat und wirklich bedingungslos ist, ist es natürlich Gift für eine solche Zwangsveranstaltung. Es würde die Bürger in eine weit bessere Verhandlungsposition katapultieren, ja eigentlich erst vom Untertanen zum “Bürger” erheben, der auch selbstbewusst “Nein” sagen kann. Die allerdümmsten und schlechtesten Jobs würde dann wohl wirklich niemand mehr machen und Arbeitgeber müssten über die Qualität der von ihnen angebotenen Arbeitsplätze nachdenken. Das Wort “Arbeitsmarkt” bekäme so eine andere Bedeutung. Aber das ist jetzt hier nicht Thema, genauso wenig wie der “Mindestlohn”, der auch hilfreich wäre, um zumindest schon einmal die Vollzeitarbeitenden aus der Abhängigkeitsfalle zu holen.]

 

 

 

 

Die andere Republik

 

Es scheint, es hat sich ein Konglomerat aus Politik und Finanzen verschworen, dieses Land zu einem anderen Land zu machen.

Erinnert Ihr euch? Früher gab es keinen schlimmeren Vorwurf an die Revoluzzer, als den, “sie wollten eine andere Republik, den Systemwechsel”. Und dann rollten die Konservativen ganz böse mit den Augen und empfahlen dem Betreffenden, doch “nach drüben” zu gehen.

Leider haben es die rechtschaffenen Kräfte in diesem Lande versäumt, den neoliberalen Unruhestiftern rechtzeitig den Umzug nach wohin auch immer zu empfehlen.

 

 

So geht denn alles dahin, worauf ich, wenn ich überhaupt einmal stolz war “ein Deutscher zu sein”, stolz war: Die Soziale Sicherung, die Abwesenheit existentieller Armut, die freien Universitäten, die Öffentlichen Schulen, die Durchlässigkeit nach oben, die Aufstiegschancen, die Abwesenheit eines Klassensystems…

Und die politischen Freiheiten, die gehen auch dahin. Meinungsfreiheit? Familie Mohn weiß die erlaubte Alternative, und Schäuble kontrolliert. Die Wohnung ist nicht mehr unverletzlich, Zensur findet statt.

Nein, das ist nicht mehr mein Land, da könnt ihr noch so viele schwarz-rot-goldene Wimpel an Eure Autos hängen, “Du bist Deutschland” jodeln und “die Deutschen” im TV beschwören.

Mir war Deutschland sympathischer ohne Fahnen aber mit anständig bemessener Sozialhilfe. Und ohne die unselige Verwicklung in fragwürdige Kriegseinsätze in aller Welt.

 

 

Zweifellos konnte die BRD früher mit Wohlstand und der vordergründig durchaus sehr demokratischen und egalitären Gesellschaft prahlen, die sich kriegerisch erfreulich zurückhielt - auch wenn vieles im Lande, wie wir inzwischen wissen, verlogen und von alten Nazi-Seilschaften beherrscht gewesen.

Doch der Geruch der Antiklassengesellschaft wehte sehr intensiv und wird noch immer verweht, vermutlich mit Tuboventilatoren. 

Ebenfalls dürfen wir auch nicht vergessen, dass es eine der Hauptfunktionen der durch Amerikanisches “Nationbuilding” erschaffenen BRD gewesen ist, dem Ostblock vorzuführen, wie schön der Kapitalismus ist. Eine gelungene PsyOp sozusagen, und wir wollen auch nicht verschweigen, dass viele Bundesbürger damit sehr gut gelebt haben.

[Außerdem könnte man sich hier auch noch mit dem ominösen rechtlichen Status der “BRD” befassen, aber das führt zu weit.]

 

 

So hat man uns stets in dem Glauben gelassen, dass es unsere angeblichen typisch Deutschen Tugenden vereint mit Amerikanischer Hilfe und westlichem Wohlwollen gewesen sei, die das Wirtschaftswunder hervorgebracht haben.

Doch die Tage des zugestandenen Wohlstandes waren gezählt. Spätestens seit dem Fall der Mauer wehte ein anderer Wind.

Man darf annehmen, dass die Pläne schon vorher in der Schublade lagen. Das berühmte “Lambsdorffpapier” ist von 1982 und die Neoliberale Wende wurde in mehreren Staaten gleichzeitig eingeläutet, da stand die Mauer noch.

[In diesem Zusammenhang denkt der Konspirologe in mir auch ganz scharf darüber nach, inwieweit die Ereignisse, die zum Mauerfall 1989 geführt haben, überraschend kamen? Wir wissen doch inzwischen, wie in dem “Großen Theater” inszeniert wird.]

 

 

Wenn der Herr Kohl - schon im August 1989 - ungestraft sagte, dass Deutschland sich von einem “Hochlohnindustrieland” zu einem “Niedriglohndienstleistungsland” entwickeln müsste, horchte da jemand auf? **

Schon da hätte man ihn aus dem Amt entfernen müssen. Schwor er nicht, Schaden vom Deutschen Volke abzuwehren?

Ist es kein Schaden, ein Volk, das gut ausgebildet ist und einen gewissen Lebensstandart sich erarbeitet (?) hat, wieder auf den Status mies bezahlter Dienstboten zu setzen?

Vermögensbildung für das Volk? Heute ist man froh, wenn der Lohn bis zum Ende des Monats reicht.

Die meisten unserer Vorfahren waren unfreie Bauern und Dienstboten, dann kam der kurze Sommer des sozialen Aufstieges, Bildung und Wohlstand fürs Volk. Doch unsere Kinder? Werden sie wieder Dienstboten und Arbeitssklaven sein?

Das haben wir nicht unter “Fortschritt” verstanden.

 

[Wir möchten zu bedenken geben, dass es schon vor 20-30 Jahren Mahner gegeben hat, und zwar unter den ganz normalen, politisch interessierten Menschen, die vor einer zu schnellen wirtschaftlichen EU-Einigung warnten, bevor nicht auch die sozialen Lebensverhältnisse in den Ländern angeglichen seien. Das war vor dem Mauerfall. Damals galt als Nonplusultra des Niedriglohnes noch Portugal. Ich glaube nicht, dass unsere Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft dümmer waren als wir damals.]

 

 

Den Wohlstand zu halten, das hätte eine konsequente Verhinderung von Lohndumping verlangt und es hätte eine echte Bildungsoffensive erfordert. Aber wir sehen ja, was daraus geworden ist, trotz blumiger “Bildungsrepublik”-Phrasen.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass das, wie der Kabarettist Georg Schramm feststellt, nicht etwa Geldmangel oder Unvermögen gewesen ist, sondern Absicht. Sie waren nicht erfolglos, nein, sie haben genau erreicht, was sie wollten. Dumme Völker lassen sich nun mal leichter regieren.

Ist es nicht besser, wenn die gutbezahlten Jobs innerhalb der eignen Seilschaft vergeben werden und nicht etwa ein kluger Bauernlümmel gegen den eigenen vielleicht nicht so klugen Nachwuchs darum konkurriert?

Zusätzlich benötigte Arbeitskraft kann man auch überall in der Welt einkaufen. Aber mit dem Gerede von der Bildung kann man sonntags schön punkten und außerdem die Schuld am Misserfolg wieder individualisieren.

Und die andere Bildung, also die geisteswissenschaftliche, ist sowieso gefährlich.

Dumm arbeitet gut.

 

 

 

So, nun werfe man mir vor, dass der Subtext hier der Ruf nach mehr Geld für alle sei? Und man erklärt, dass dieses Geld nicht mehr da ist? Und alle den Gürtel enger schnallen… und die Globalisierung…der Wettbewerb… etc… blabla

Nun, dem sei gesagt, dass wir nicht in einem armen Land leben, dass gewisse Einkommen in den letzten Jahren massiv gestiegen sind und dass auch zur Rettung maroder Geldinstitute auf einmal genug in der Kasse zu sein scheint.

Und im Gegensatz zu Bailoutschulden, die gewiß im Finanzorkus enden und nun eventuell wirklich den Staatsbankrott bewirken, hätten Schulden für ein Konjunkturprogramm wenigstens eine anfeuernde Wirkung für die Binnenwirtschaft gehabt - sofern jetzt nicht sowieso alles zu spät ist.

Ausgaben für Bildung wären eine Investition in die Zukunft gewesen, und hätte man nicht den Heuschrecken die Filethappen hinterher geworfen, dann wären sie (die Filethappen) noch hier…und außerdem, auch die Kriege in aller Welt kosten Geld. Und mehr Geld fürs Volk in Form von Lohn und ALG und Rente hätte dem Binnenmarkt genutzt.

So aber ist das Geld, das man nach oben gespült hat, nicht per “tickle down” nach unten gesickert oder sinnvoll investiert worden, sondern wurde an der Börse verdampft.

 

Gut, nun ist es wohl weg, wenn demnächst die Hyperinflation alle Ersparnisse frisst und wir per Währungsreform bei Null wieder anfangen dürfen und die Lebensmittelmarken zählen.

Dann ist es wirklich weg, und zwar durch Vernichtung, und nicht, weil da nie etwas gewesen wäre.

 

 

 

Es ist jetzt auch egal, wie leer die Kassen nun wirklich sind, denn vor allem gilt es festzuhalten, dass es gar nicht den Wunsch danach gibt, die Lage des Volkes zu bessern. Es hat ihn nie gegeben. 

Wir wurden enteignet und verkauft und eingelullt in Lügen und Versprechungen, während man mit Salamitaktik an dem Grünen Geäst sägte, auf dem die Bürger noch saßen und die Aussicht genossen.

All das kommt nicht aus heiterem Himmel. Es ist eine ganz bestimmte Politik, die uns hier her geführt hat und weder eine Katastrophe noch ein Naturgesetz.

Eigentlich gehorcht es nur der simplen Logik von Effizienz und Macht:

Warum sollte man einem Arbeiter auch nur einen Cent mehr Lohn bezahlen als er zum Erhalt seiner Arbeitskraft benötigt? Das ist doch Verschwendung. Auch hält man ihn so in Abhängigkeit vom monatlichen Gehaltsscheck, sonst wird er vielleicht übermütig.

Wahrscheinlich können jene “Eliten” auch ohne den Binnenmarkt leben, Hauptsache, die Güter für ihren eigenen Bedarf werden pünktlich ausgeliefert.

Willkommen im Neofeudalismus! 

 

 

Es gibt Leute, die genau diese Veränderung wollen und sie haben die Macht in Politik und Medien. Oder warum zeigt man uns im TV Dokumentationen über sympathische Flaschensammler und Multijobber mit dem Unterton, dass man sich dazu nicht zu schade sein darf? Das ist sie, die vollkommene Mobilmachung im Sinne des Geldes. Die Herren des Geldes danken recht schön.

[Besonders nach Volksfesten und Konzerten, da kann man sie sehen, die voll bepackten Pfandflaschensammler in unseren Strassen, das erinnert schmerzhaft an Bilder aus der dritten Welt.  Das ist der Anfang einer Tendenz, die schon viel zu lange ungehindert und viel zu schnell voranschreitet. Und es ist eine Schande für ein reiches Land.

Demnächst werden wir wohl die Waren für die Billigshops in inländischen Sweatshops herstellen? Dann brauchen wir auch keine Logistik nach China mehr, denn wir holen uns die 3. Welt bzw. ihre Lebensbedingungen gleich ins Inland. Globalisierung im 21. Jhd.?]


 

 

 

 

Agenda 2121

 

Die Agendapolitik - Blueprint für die Zukunft für alle? Wir denken gern weiter in die Zukunft. Bestimmt tun unsere “Eliten” das auch, zumindest die mit den langen Stammbäumen und weitverzweigten Seilschaften. Kurzlebige Moden werden fürs Volk inszeniert, damit es beschäftigt ist; die Mühlräder der Geschichte aber mahlen langsam. Die “Eliten” denken international und in Generationen. Wir werden ihnen das gleichtun.

 

[Erinnern wir uns der Utopiewelten von früher, von den Raumstationen und Robotern, von den Elektroautos und den persönlichen Mini-Aeroplanen auf Hausdächern. Armut kam in diesen Utopien nicht vor.

Bei “Star Trek-the next Generation” gibt es immerhin ab und zu einen bösen Rückblick auf das finstere “postatomare” Zeitalter, da muss es schlimm zugegangen sein, und dann gibt es natürlich die ganzen Apokalypsen- und Totalitarismus-Szenarien wie “Flucht ins 21. Jhd. oder “Soylent Green” und “Mad Max”.

Dies nur zur Erinnerung.]

 

 

Was tut die Politik? Was ist das der Gesellschaftsentwurf für Morgen? Wie stellen sich unsere Politiker die Zukunft vor? Es ist zu befürchten, ihr Ideal hat sich meilenweit von dem entfernt, was wir einst als gut und erstrebenswert erachtet haben. 

Momentan mag man denken, sei denken gar nicht an Morgen, sondern nur an den kurzfristigen Heizwert, wenn sie das Volk auf dem Altar des Kapitals verheizen. Die Wirtschaft hat den Scheiterhaufen errichtet und der Büttel Politik holt schwanzwedelnd das Benzin aus dem Schuppen.

Sie reden von Alternativlosigkeit und richten uns zugrunde. Sie vertrösten auf die Zukunft, aber das tun sie schon zu lange. Langsam schwant uns, dass sich nie etwas ändern wird, dass man uns ruhigstellt und belügt.

Man hoffte auf die “andere Partei” und erlebte, dass sie genauso schlimm sind und jede Hoffnung enttäuscht haben.

So schimpfte man auf ihre Unfähigkeit und wunderte sich ob ihrer Dummheit. Dann bekam man erzählt, wie schwierig alles doch sei und ist schon wieder fast bereit, das zu glauben. Dann hören wir eine schöne Sonntagsrede und es wird uns fast warm ums Herz. Die Armen! Können nicht anders!

 

Nun, zumindest letzteres glauben wir inzwischen. Aufgrund der Beobachtungen der Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte sind wir überzeugt, sie können tatsächlich nicht anders. Aber nicht aus Sachzwängen sondern weil sie gar nicht die Herren des Geschehens sind. Sie sind auf Zeit eingesetzt, vermutlich von Bilderbergs Gnaden.

Sie handeln im Auftrag der Lobbyisten des Kapitals, um sich für spätere Dienste in der Wirtschaft zu empfehlen, da macht sich Arbeiterfreundlichkeit nicht gut - die Legislaturperiode als Praktikum für spätere Aufgaben. Beispiele gibt es genug. Stichwort “Drehtüreffekt”.

 

 

Parteienspielchen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Sie sind das Bauerntheater für die Leichtgläubigen, die nichts durchschauen und immer noch denken, sie seien der Souverän in einem demokratischen Lande.

Ein Sprichwort sagt, ein Volk verdient die Regierung, die es hat. Theoretisch haben wir durchaus die Möglichkeit, diese Bande zum Teufel zu jagen, und wenn wir alle die Piratenpartei wählen.

Doch unsere Herren wissen genau, dass die “Mehrheit” das nie tun wird, der Mainstream ist immer noch gut unter Kontrolle. So möchte man sich schon fast “Weimarer Verhältnisse” wünschen, einfach um die behäbige Selbstgefälligkeit jener selbsternannten “Mitte” zu erschüttern.

 

 

Doch was ist die Agenda? Kurz und knapp gesagt: Das Kapital und die von ihm abhängige Politik sowie die von ihm beherrschten Medien ziehen an einem Strang, um die “Ressource Volk” effizienter nutzen und leichter kontrollieren zu können. Da zu ist ihnen fast jedes Mittel recht. Ziel ist, das Volk zu verarmen, um es hinterher leichter in Abhängigkeit halten zu können - der Konspirologe würde ergänzen: Für die sogenannte “NWO” (New World Order) zuzurichten. ***

Wenn wir hier schreiben “das Volk”, so meinen wir tatsächlich erst einmal das deutsche. Aber diese Agenda scheint ganz ähnlich für die anderen Völker zumindest des sogenannten “reichen Westens” zu gelten, und, wahrscheinlich im gesamten Einzugsbereich der neoliberalen Globalisierung. Die Produktionskosten müssen niedrig gehalten werden.

Und wie man extrinsische Motivation in intrinsische verwandelt, das wissen die Meister der Manipulation ebenfalls. So schafft man die Art von flexiblem Menschen, der die Anforderungen des Arbeitgebers für seinen eigenen Wunsch hält und sich dabei “frei” wähnt.

Ein Hauch humanistische Ethik und/oder Religiöses Erbe trennt uns noch von der totalen Barbarei.



Man betrachte die intensivierte Tierhaltung, um Parallelen zu finden:

Nahrung? Möglichst billig, Gen-Gammelfleisch.

Gewinn? Ein Mensch sollte in seinem Leben mehr erwirtschaften als kosten.

Arbeitsleistung? Sollte erhöht werden, besser mehr Eier legen.

Wenn die Kühe mit Musik mehr Milch geben, dann gibt’s auch Musik im Stall.

 

Der Nutzviehvergleich sei zynisch und böswillig? Oh, nein, ist er nicht. Ein Blick in die Welt zeigt uns, dass ein menschliches Wesen an sich nichts, aber auch gar nichts wert ist. Der Einzelne ist nur soviel wert, wie sich durch ihn Rendite erzielen lässt. Das gilt besonders für die sogenannte 3.Welt, aber es gilt auch zunehmend hierzulande. Jobs werden nicht aus Nächstenliebe geschaffen sondern weil sich damit Rendite erzielen lässt. Erwerbsarbeit ist das einzige legale Mittel, dass dem Mittellosen zusteht, seine Mittellosigkeit zu lindern. Doch von dem erzielten Gewinn landet nur ein geringerer Teil beim Arbeiter selbst.

So halten wir fest, dass der Bürger, der ja angeblich Souverän im demokratischen Lande sein sollte, nicht Subjekt, sondern Objekt der Politik ist. Und letztere dient einer Wirtschaftsweise, die möglichst viel Gewinn erzielen und möglichst wenig Kosten haben will. So braucht der Arbeiter sich auch nicht weiter zu wundern, dass die Gewinne durch die Rationalisierungen der letzten Jahre völlig an ihm vorbeigewandert sind.

[In einigen Ländern geht das so weit, dass Menschen sich selbst lebendigen Leibes ausschlachten und ihre Nieren verkaufen, weil das das wertvollste ist, das sie zu Markte tragen können. Hier wird der Kapitalismus zum Kannibalen (die FDP würde auch hier von Freiheit sprechen, selbstverständlich).]

 

 

Was hat das ganze mit der Krise zu tun? Durch den Zusammenbruch des Geldsystems werden die Menschen ihre zumeist kleinen Vermögen restlos verlieren. Sie verlieren ihre Erwerbsarbeit und damit zieht man ihnen den Boden unter den Füßen weg. Sie verlieren ihr Einkommen und damit auch ihre oft kreditfinanzierten Immobilien oder Autos. Auch kleine bis mittlere Selbständige stehen nicht besser da. Die Aktien der Kleinanleger reduzieren ihren Wert, bevor der Kleinanleger gemerkt hat, was gespielt wird. Zudem, in der sich anbahnenden Inflation, werden auch die Barvermögen und Bankkonten wertlos. Die Menschen werden traumatisiert und finanziell vollkommen abhängig.

 

 

Wenn wir also konsequent denken, dann müssen wir feststellen, dass “sie”, also die sogenannten Eliten, gar nicht so dumm sein können. Ist das Desaster wirklich nur das Resultat einer Eigendynamik eines nicht beherrschten Systems, wo zu viele Nieten in Nadelstreifen am Werke waren, wie man uns glauben machen will?

War das nicht vorauszusehen?

Hat niemand vorausgesehen, dass diese Art der “Globalisierung” sich nicht rechnet für die Mehrheit der Menschen? Dass Fiat-Money ins Chaos führt? Konnten sie wirklich so dumm sein? Denkt denn hier niemand bis hinter die nächste Zimmerecke hinaus?

 

 

Die Alternative mag uns noch weniger schmecken: Sowenig wie die Hartz4-Agenda “alternativlos” gewesen ist, sowenig ist diese Krise eine Überraschung.

Sie wussten immer, was sie tun. Stichwort: NWO, Mittelstandsvernichtung, Machtgier, Schock-Doktrin! Der Weg in den Totalitarismus.

Nein, wir brauchten gar kein zweites 9/11! Ein ökonomisches Desaster erfüllt denselben Zweck.

Die Verarmungs- und Agendapolitik der letzten Jahre, sie hat uns schon vorbereitet für das, was da kommt. Möglicherweise wird sich also die Überraschung in Grenzen halten.

Das Volksvermögen ist dann ganz und gar weg - ersatzlos enteignet sozusagen. Und die besitzlosen (=besitzlos gemachten) Bürger stehen Schaufel bei Fuß - zum Arbeitsdienst 2.0.

Denn wenn dem Menschen nichts mehr bleibt, dann wird er abhängig von dem, was die Macht ihm zugesteht. Das haben wir mit der Hartz4-Agenda eindrucksvoll festgestellt.

[Und wer der Ansicht ist, dass ökonomische Macht nichts mit politisch verfasster Macht zu tun hat, lebt im Elfenbeinturm. Natürlich hat, wer alle anderen von sich wirtschaftlich abhängig machen kann, Macht.]

 

 

 

Wir werden jetzt wahrscheinlich den Zerfall von Strukturen und Organisationen erleben, die die Nachkriegszeit geprägt haben. Wir werden den Crash der bekannten Währungen sehen und unsere angesparten Reichtümer verlieren. 

Falls es im Laufe der Krise zu Unruhen und Bürgerkrieg kommt, dann könnten die verängstigten Bürger, weil sie um ihr Leben fürchten, nach dem “starken Mann”, rufen, wie auch immer er heutzutage auszusehen sich anschickt. Ja, sie könnten die NWO regelrecht herbeibetteln!

 

So wird die Bereitstellung von Mitteln durch die Besitzenden an Bedingungen geknüpft: Erpressung durch “Work Fare” für die Kleinen, Lobbyismus und Korruption für die Großen (Erpressung und Bestechung sind zwei Seiten derselben hässlichen Medaille). Mit Demokratie hat das nichts mehr zu tun.

Und seid Ihr nicht willig, drehen wir Euch den Hahn zu. Denn alle Güter der Welt, die gehören uns schon längst. Die Allmende ist privatisiert.

 

An der Wiederherstellung vormoderner rechtlicher Zustände wird ebenfalls fleißig gearbeitet. Denn dass jeder einzelne Bürger garantierte Grundrechte habe, die er einklagen kann, unabhängig von  Besitz und Status, das steht dieser Agenda der Willkür noch im Wege. Die Agenda 2010 fing schon einmal damit an, für eine gewisse Gruppe, zu der niemand gehören wollte, die Grundrechte einzuschränken. Und wenn der Anfang erst gemacht ist…

Sie brauchen keine definierte Adelskaste mehr zu sein, um zu herrschen und auch Rassismus spielt keine Rolle (es ist viel effizienter, wenn keine rassistische Schranke die optimale Ausnutzung eines Einzelnen verbietet). Auch Religionszugehörigkeit ist sekundär und höchstens aufgebauschter Popanz, um das Volk zu ängstigen.

Das einzige Kriterium, das zählt, das ist der Besitz der jeweiligen Monade Mensch. Für die auf Arbeitsverdienst angewiesenen Untertanen ergibt sich ihr Wert aus ihrer Nützlichkeit für die Zwecke der “Eliten”

Das impliziert, dass diese demokratisch nicht legitimierten “Eliten” definieren, was eine bezahlte Arbeit ist. Viel Wichtiges bleibt also unerledigt und unterbezahlt, während andere, eigentlich schädliche oder dumme Tätigkeiten honoriert werden.

 

Diejenigen, die dann nicht gebraucht werden - zumindest nicht für die Produktion der Güter und Dienstleistungen für die “Eliten” - werden dann sich selbst überlassen, oder, weil dann die Kriminalität grassiert, in Gefängnissen entsorgt.

 

[Vielleicht wird es Versuche der Idealistischeren dieser “Überflüssigen” geben, ein eigenes unabhängiges Gemeinwesen in unbewohntem Gebiet zu gründen. Aber sie werden wahrscheinlich des Terrorismus und der Unruhestiftung sowie der Verletzung diverser Nutzungs- und Urheberrechte und Gen-Patente beschuldigt und landen im Gefängnis und können bis zum Ende ihres Lebens die Geldstrafen abbezahlen.]

 

 

 

 

Manche allerdings glauben, dass mit dem Zusammenbruch auch die NWO-Eliten aufhören zu existieren, weil sie systemimmanent gewesen seien und mit dem System untergehen werden. Damit hätte es sich auch mit der NWO. Bilderberg sieht den Wald genauso wenig vor Bäumen wie die meisten der Untertanen und wurde selbst überrascht?

So würde die Geschichte wieder irgendwo zwischen Regionalwährung und Nationalstaaten weitergehen.

Aber, ehrlich gesagt, das können wir nicht so recht glauben. Warum wohl sonst betreiben sie seit wenigen Jahren die Europäische Einigung in einer solchen Geschwindigkeit? Und schaffen ein ganzes Polizeistaatsinstrumentarium mittels inszenierten Terrors?

Es kann aber auch sein, dass der Plan ihnen ein wenig entglitten ist und sich vielleicht beschleunigt hat, weshalb das Tempo kurzfristig so beschleunigt wurde.

 

 

Auch wenn wir sie nicht für allmächtig halten, so trauen wir diesen Herrschaften zu, dass diese Krise inszeniert ist, nicht nur als schockierendes Ereignis im Stile eines “Second Pearl Harbour”, sondern auch um die Bürger restlos zu enteignen, zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen, und das ganz ohne trampelige False Flag Attacke. Das ist schon brillant.

Die Vermögen der Bürger sind nichts mehr wert, ihre Arbeitskraft auch nicht. Alte und Kranke wird man in den Zeiten des Elends auch nicht mehr weiter mitschleppen.

Und all die Reichtümer der Welt, sie werden wandern hin zu denen, die auch in der Krise noch kaufen und beschlagnahmen können, und zwar dann zu absoluten Dumpingpreisen.

 

Mit 1000 $ kann man heute in Detroit ganze Straßenzüge aufkaufen. Wer sagt, dass Detroit nicht wieder irgendwann erwacht?

Auch der vordergründige Zerfall von politischen Strukturen wird die globalen Besitzverhältnisse nicht aufsplittern oder zu Gunsten der Armen verändern. Nein, die Konzentration wird zunehmen.

So handelt es sich um eine Riesenumverteilungsaktion hin zu den Reichen und Superreichen, und zwar zu denjenigen, denen es gar nicht mehr um Besitz geht, sondern um die reine Macht.

 

 

 

 

Was könnte die Pläne durchkreuzen?

 

 Dieser letzte Abschnitt ist nicht ausgearbeitet und zeugt ein wenig von unserer eigenen Ratlosigkeit. Doch ist es unabdingbar, dass wir uns ernsthaft Gedanken machen, was zu tun ist, und vor allem, wie wir das in die Tat umsetzen.

Was tun gegen Goliath? Gibt es jemanden oder etwas, was nicht vorgesehen ist in dem finsteren Plan und ihn vielleicht verhindern könnte?

 

- Länder anderer Kulturkreise? Oft wurden in der Geschichte “überreife” Kulturen von vitaleren Nachbarn abgelöst. Das muss auch nicht gewaltsam geschehen. Oft kommt aus den anderen Kulturen ein Impuls, der das Vakuum zu füllen vermag. Sehen wir uns die in Frage kommenden Kulturkreise an. China? Leidet auch unter der Krise. Russland ebenfalls. Afrika ist selbst eines der Hauptschlachtfelder von Ausbeutung und Elend! Der arg in Verruf geratene Islam könnte tatsächlich hier in seiner Andersartigkeit punkten. Aber bevor hierzulande flächendeckend die Scharia eingeführt wird, muss noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen.

 

- Religion? Viele Menschen könnten sich Zeiten der Verarmung und Sinnentleerung der Religion zuwenden - hierzulande aus traditionellen Gründen wahrscheinlich eher der Christlichen. Im Süden und Westen könnte der Katholizismus eine Renaissance erleben, im protestantischen Gebiet auch die diversen Freikirchen. Auch die Esoterik kann besonders für christlich weniger gebundene Menschen die Lücke füllen. Der Islam freilich wird sicherlich unter gettoisierten Migranten an Bedeutung gewinnen.

Eine Warnung vor religiösen Unruhen in Deutschland halten wir trotzdem für übertrieben.

Allerdings könnte solches von interessierten Kreisen auch instrumentalisiert, wenn nicht sogar inszeniert werden. Die seit Jahren forcierte Islamfeindlichkeit wird hier interessant: [Außerdem verbietet der Islam Zinsgeschäfte, was ihn sicherlich zu einer wenig geliebten Religion unter den Herren der Welt macht].

 

- Der große Krieg, den niemand will? Ob es jetzt wirklich durchgeknallte Apokalyptiker gibt, die den Roten Knopf drücken, damit es eine hübsche Tabula Rasa gibt, auf der sie sich eine Welt, wie sie ihnen gefällt, basteln könnten, wagen wir nun gar nicht ernsthaft zu vermuten. Aber wir wissen alle, dass Krieg und Aufrüstung ein Motor für die Wirtschaft sondergleichen sind. Es verdienen zu viele Leute Geld damit. So dürfen wir damit rechnen, dass bestimmte Konflikte am Köcheln gehalten werden, solange damit Leute Profit machen. Dass Cheney das Feld geräumt hat, hat die Kriegsgefahr sicher gemindert, aber die Hintermänner sind nach wie vor aktiv.

 

- Eine Revolution? Eigentlich stehen die Zeichen auf Revolution. Die Besitzverhältnisse müssen geändert werden, und zwar zugunsten der Ärmsten und Armen, wenn man an den sich herauskristallisierenden Machtverhältnissen etwas ändern will. Und wer, wenn nicht wir, soll es ändern? Von selbst werden die “Eliten” nicht gehen und ihren Reichtum unter uns verteilen. Aber so richtig weiß wohl niemand, gegen wen man konkret marschieren müsste. Der Hydra wachsen ständig neue Köpfe.

Wir geben hier gern ein Bekenntnis dazu ab, dass wir uns einer “Revolutionären Situation” befinden. Soll heißen, dass ohne das Beschreiten ungewöhnlicher Wege man kaum eine Änderung wird erzielen können, solange das Eigentum den Schutz heiliger Kühe genießt. Unklar ist, ob man dazu Gesetze brechen muss oder nur die vorhandenen richtig zur Anwendung bringen. Durch “demokratische” Wahlen jedenfalls wird sich in diesem System nichts ändern.

Solange aber die Demonstranten sich vorschreiben lassen, keinen heißen Kaffee mit sich zu führen (weil das eine Waffe ist) oder ganz besonders Mutige (vielleicht vom Verfassungsschutz beauftragt?) sich mit sinnloser Randale unbeliebt machen (z.b. Autos anzünden), und solange die linke Opposition sich in Grüppchen dividieren lässt und sich gegenseitig zerfleischt, wird daraus nichts werden. Wenn wir Pech haben, sammelt sich, während wir uns zanken, ganz fix eine gut organisierte Opposition am rechten Rand und kanalisiert den Vokszorn in ihrem Sinne. Die Rechten sind gut im Organisieren.

 

- Esoterik? Geheime Offenbahrungen, kollektive Erkenntnis, Bewusstseinserweiterung? Man liest darüber im Internet… tja, wer weiß… der Glaube daran wird gewiß Zulauf bekommen. Nun wollen wir uns nicht zynisch darüber erheben. Vielleicht ist ja doch etwas dran.

 

- Technik? Vielleicht könnte das Energieproblem gelöst werden? Das wäre in der Tat schön. Gibt es sie wirklich? Die “unterdrückten Technologien”, die unter Verschluss gehalten werden? Das wissen wir nicht. Aber, der Zusammenbruch des Systems und der Ölmafia könnte helfen, sie zu Tage zu fördern, wenn sie vorhanden sind.

 

- Aliens? Oh je. *seufz* Da sagen wir jetzt mal nichts zu, wollen es nur erwähnt haben.

 

- Aufklärung, Bewusstwerdung, Solidarität? In der jetzigen Situation erscheint uns dies zunächst am naheliegendsten, auch wenn es keine konkreten Handlungsanweisungen gibt. Ein wenig vertrauen wir da auch auf die “Geschichte vom 100. Affen”.

Klärt auf, verbreitet Informationen, lasst Euch nicht verarschen und belügen, habt Mut und haltet zusammen, werdet unabhängig im Geiste und, wenn möglich, auch im materiellen Leben. Lasst Euch nicht missbrauchen und zum Büttel befördern. Lasst Euch nicht gegeneinander ausspielen und aufhetzen. Zeigt, dass Ihr die Spielchen durchschaut und lasst es “sie” wissen!

Das ist es nämlich, was sie am wenigsten ertragen. Das sieht man daran, wieviel Mühe sie in den letzten Jahren darauf verwandt haben, uns zu entsolidarisieren, zu vereinzeln, gegeneinander zu hetzen, zu belügen! Es scheint der wunde Punkt zu sein. Wahrhaftigkeit, Solidarität und Freundschaft ertragen sie nicht. Vermutlich, weil das ihrem Wesen so fremd ist. Doch müssen wir uns eilen. Viel Zeit ist nicht mehr. Denn sonst wissen zwar irgendwann alle Bescheid, aber sitzen schon mitten drin in der “NWO”, und die Gedankenpolizei wartet schon auf uns.

 

 

 

 

Um zu einem positiven Schluss zu kommen: Vielleicht kommt ja auch alles ganz anders und unser Misstrauen hier ist reine Paranoia und in ein paar Jahren, wenn wir den Text hier wiederfinden im dann noch existierenden Web, dann lachen wir ganz herzlich darüber… ;)

 

 

 

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* Man verzeihe diese etwas verallgemeinernde + plakative Bezeichnung, denn alle Unternehmensarten, Beschäftigungsformen zu differenzieren führt hier zu weit. Es geht hier darum, die grundlegenden Strukturen zu beschreiben, deren Opfer auch viele Unternehmer sind. Auch der einzelne, angestellte Banker hat nur seinen Job gemacht und handelte ganz im Sinne des Systems, das er vielleicht gar nicht durchschaut. Aber er wurde eben belohnt. Und Menschen tun gern, wofür sie belohnt werden. Dazu hat man uns erzogen. Der Feind sitzt viel weiter oben! Er macht die Regeln. Wir können auch wahlweise von “die Macht” oder den “Eliten” oder den “Illuminaten” reden - es sind eigentlich nur Worte, um die Spitze der Pyramide zu beschreiben.

 

** fand das Zitat in mehreren Onlinequellen, aber hätte gern einen Beleg dafür. Weiß man, wann genau und in welcher Sendung er das gesagt hat? Oder ist es ein Hoax? Youtube?

 

 *** NWO ist ein beliebtes Thema im Internet. Manche halten die NWO für den bereits exakt geplanten künftigen Global-Totalitarismus, den es per Ausnahmezustand, Krieg und Chaos einzurichten gilt.

Andere nutzen den Begriff lediglich als Beschreibung für die Zeit nach der Nachkriegsweltordnung, die eben unweigerlich zu ende geht. Der Leser möge sich hier ein eigen Urteil bilden.

Ich selbst nutze den Begriff gern im konspirologischen Sinne, um vor den Gefahren zu warnen, deren Ansätze der aufmerksame Bürger bereits überall entdeckt, bin allerdings vorsichtig mit den etwas esoterischeren Bereichen der NWO- Forschung. Vermutlich ist die Realität viel banaler, aber deshalb nicht weniger hässlich.

 

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